Stellungnahme - Junglehrer

 

 

Ein Kommentar am Rande:
Nachdem ich jetzt folgenden Artikel und vorallem die Kommentare im Standard gelesen habe, muss ich einmal Stellung dazu beziehen: 

http://derstandard.at/1319183617159/Lehrerdienstrecht-Finanzministerin-Junge-Lehrer-sollen-teilweise-unbezahlt-laenger-arbeiten

Ja natürlich gibt es Lehrer, die es sich einfach machen und Jahr für Jahr das selbe erzählen und sich nicht einmal mehr die Mühe machen, etwas neues vorzubereiten. Aber es geht auch anders: viele Lehrer (ich spreche aus Erfahrung) fahren auf Fortbildungen und Seminare (auch in den Ferien) um sich weiterzubilden, neu Unterrichtsmethoden kennen zu lernen und so weiter. 

Vorallem Junglehrer frisch von der Universität kommen ins strudeln, wenn es darum geht ein "paar" Stunden mehr zu halten. Am Anfang ist man unsicher, möchte jedes Wort planen, jeden Gedanken und sich auf alles vorbereiten.
In meinen ersten Wochen vor der Klasse habe ich für jede Unterrichtsstunde eine Vorbereitungszeit von ca. 4-5 Stunden gebraucht. Denn ich wollte ja keinen Fehler machen. Mittlerweile bereite ich mich immer noch gut vor, allerdings keine 4-5 Stunden mehr, sondern lediglich eine Stunde und ein bis zwei weitere Benötige ich für jede Unterrichtsstunde um die Hausaufgaben, Schularbeiten und Wiederholungen zu korrigieren. Und auch diese tollen Arbeitsblätter wollen vorbereitet sein!

Also wenn jemand meint, man müsse einen Lehrer 50-60 Stunden in der Woche in einen Klassenraum stellen, werden meine Kinder niemals in diese Schule gehen dürfen. Ich vertraue keinem Menschen der gestresst und überfordert, mit den Nerven völlig am Ende ist, die unschuldigen Kinder an, die das Recht auf einen vernünftigen Unterricht haben.